Workshop am ZIM-BB: Ein Auge für das Ungewöhnliche – mit Fotografin Inga Alice Lauenroth

Im Rahmen der vom ZIM-BB organisierten Vortragsreihe zum Thema „Ästhetik im Internet“ gab die Fotografin Inga Alice Lauenroth, die ihre Kunst an der OSTKREUZ-Schule in Berlin-Weißensee erlernt hat, einen Einblick in die Tricks und Kniffe der Fotografie.

Workshop Fotografie am ZIM-BB mit Inga Alice Lauenroth (Foto: Janine Schulz)

Workshop Fotografie am ZIM-BB mit Inga Alice Lauenroth (Foto: Janine Schulz)

Nachdem schon der sehr erfolgreiche erste Teil der Reihe unter der Leitung von Grafikdesigner Christhard Landgraf stattgefunden hatte, ging es nun um das Erstellen und Inszenieren eigener Fotografien. Nach einer Einführung in die Grundlagen des Fotografierens, erläutert am Beispiel aktueller und älterer Werke der Fotografin, wurden die Teilnehmer dazu ermutigt, Selbstporträts aufzunehmen.

 

Dabei legte die Dozentin Wert darauf, dass verschiedene Ansätze und fotografische Methoden an einem geduldigen Motiv ausprobiert werden, um sich selbst möglichst authentisch darzustellen. Ob man sich dabei in der Frontalansicht verewigte oder sein Gesicht gar nicht im Bild zeigte, war jedem der teilnehmenden Kreativen selbst überlassen, denn auch der Interpretationsfreiraum sei einer der Reize der Fotografie.

Am zweiten Tag gingen die Teilnehmer raus auf die Straße, um im Alltag Außergewöhnliches zu entdecken. Anschließend galt es, die besten Fotos auszuwählen und zu einer schlüssigen Serie zusammenzufügen. Das kritische Betrachten und Beurteilen und das Verwerfen von nicht geeigneten Bildern stellten sich dabei als schwieriger heraus als das Fotografieren an sich. „Oft sind es nur minimale Details, die über das Schicksal eines Bildes entscheiden“, sagte Inga Alice Lauenroth. Die Stimmung, die ein Foto erzeuge, spiele dabei eine genauso wichtige Rolle wie Motivauswahl und Aufnahmewinkel. „Keine noch so teure Kamera kann das menschliche Auge und die Intuition ersetzen, die ein tolles Bild von einem lediglich guten unterscheiden“, erklärt die Expertin.

Oft entscheidet das Foto, ob der Nutzer weiter klickt

Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde klar, dass auch das Auswählen des richtigen Fotos für einen Text nicht einfach ist – dafür aber enorm wichtig, da das Bild oft das Erste ist, das die Aufmerksamkeit des Lesers weckt. Besonders im Internet sind Foto und kurzer Anreißer meist die einzigen Kriterien, die darüber entscheiden, ob der ganze Artikel geöffnet oder einfach weitergeklickt wird. „Fotos sind auf jeden Fall mehr als nur Dekoration. Es hat mir eine neue Perspektive auf das Thema Fotografie eröffnet“, sagt die freie Journalistin Maren Kuhrt. Auch die anderen Teilnehmer waren sich einig, dass der Workshop für sie eine bereichernde Erfahrung war – schließlich sind Fotos im Web heutzutage beinahe genauso omnipräsent wie Texte und Inhalte.

Die beiden Workshops in den Bereichen Grafik und Fotografie wurden von einer Reihe anderer Expertentreffs abgerundet, die ebenfalls von vom ZIM-BB eingeladenen Fachspezialisten im Online-Bereich angeleitet wurden, in enger Kooperation mit der job-konzept GmbH.

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